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FAQ

P-CHARGE

1. Was ist das System P-CHARGE?

P-CHARGE ist eine komplette Bauserie von Ladestationen für Elektrofahrzeuge wie Elektrofahrräder, -roller und -autos und eignet sich für den privaten wie öffentlichen Bereich. P-CHARGE ist als einfache Ladesäule erhältlich, aber auch als komplettes Parkplatzsystem für Kaufhausketten, Parkhäuser und Parkplätze. P-CHARGE kann je nach Bedarf mit unterschiedlichen Lade- und Abrechnungssystemen ausgestattet werden. Die einfach zu installierenden P-CHARGE-Ladestationen sind nahezu wartungsfrei und durch den modularen Aufbau und verschiedene Bauformen optimal in öffentliche Räume integrierbar. Dank übersichtlicher Displays und großer Bedienelemente lassen sie sich komfortabel und intuitiv handhaben. Die Geräte ermöglichen es, mehrere Fahrzeuge gleichzeitig aufzuladen.

2. Bietet das P-CHARGE-System Platz für individuelle Kundenwünsche?

P-CHARGE wird hinsichtlich der Stecksysteme sowie der Abrechnungsmöglichkeiten auf Kundenwunsch konfiguriert. Die Ladesäulen sind in verschiedenen Bauformen erhältlich. Design und Farbgebung sind auf Wunsch anpassbar.

3. Können P-CHARGE-Ladesäulen ungeschützt im Freien stehen?

Ja, P-CHARGE wurde speziell für den Einsatz im Freien entwickelt. Das Gehäuse der P-CHARGE-Ladesäulen ist aus hochwertigem Aluminium/Edelstahl gefertigt und dadurch witterungsbeständig und unempfindlich gegenüber mechanischen Einflüssen.

4. Welche Sicherheitsstandards erfüllt P-CHARGE?

P-CHARGE verfügt über umfangreiche Schutzeinrichtungen: Automatische Abschaltung bei Überlast, Lastwegfall oder elektrischem Defekt gewähren höchste Sicherheit bei der Nutzung.

5. Welche Ladeart bietet die P-CHARGE?

Alle SSL Ladesysteme liefern Wechselstrom (AC). DC-Ladesysteme werden derzeit nicht angeboten.

6. Bietet P-CHARGE verschiedene Abrechnungsmöglichkeiten für Ladevorgänge?

Ja, P-CHARGE-Ladesäulen können mit unterschiedlichen Abrechnungssystemen ausgestattet werden: – RFID-Karte – Münzprüfer

7. Welche Zugangsarten/Abrechnungssysteme bieten die P-CHARGE Produkte?

a) Stand-Alone 1) RFID-Freischaltung 2) Münzprüfer 3) Taster (ohne Autentifizierung) b) Carport: RFID c) Wallbox Duo 1) RFID-Freischaltung 2) Taster (ohne Autentifizierung) 3) Server-Ansteuerung d) Private: keine

8. Kann die P-CHARGE Stand-Alone auch mit 2 Ladepunkten ausgestattet werden?

Ja, es können 1-4 Ladepunkte verbaut werden.

9. Was ist die Standard-Konfiguration der P-CHARGE Stand-Alone?

Wir empfehlen die Ausstattung mit 2 x Schuko + 2 x Typ2-Ladepunkten (16A).

10. Kann die P-CHARGE Carport auch mit Münzprüfer ausgestattet werden?

Nein, aus Platzgründen ist das nicht möglich

11. Können in der P-CHARGE Private kundenseitige Einbauten erfolgen?

Ja, der Aufbau muss durch eine Elektrofachkraft unter Einhaltung der gültigen Normen erfolgen.

12. Mit welchen Carport-Bauformen kann die P-CHARGE Carport kombiniert werden?

Mit den zweireihigen Bauformen B2 und B3.

13. Wie können bei den P-CHARGE Standsäulen die Ladevorgänge ausgewertet werden?

Auf einer SD-Karte (2 GB im Lieferumfang) werden die Ladevorgänge gespeichert. Per Download im CSV-Format können diese z.B. mit Excel ausgewertet werden.

14. Sind die P-CHARGE Ladesäulen anschlussfertig?

Ja, alle Produkte sind komplett elektrisch aufgebaut.

15. Welche elektr. Zuleitung muss an die P-CHARGE geführt werden?

Das kann pauschal nicht beantwortet werden. Die Dimensionierung der Zuleitung hängt ab von a) Konfiguration der Ladepunkte (Leistungsaufnahme) b) Länge der Zuleitung c) Material der Zuleitung d) Verlegeart e) Häufung Es ist jeweils die individuelle Situation zu berücksichtigen und von einer Elektrofachkraft zu planen.

16. Sind Sonderfarben möglich?

Ja, die Stand-Säulen sind gegen Aufpreis von EUR 240,- pro Säule in 2-farbiger Sonderbeschichtung (Korpus/Seitenteile) erhältlich. Es sind alle RAL-Farben möglich. Die Wallbox Duo ist jedoch nur in größeren Stückzahlen in Sonderfarbe erhältlich.

17. Ist die Anschlussdichtung wichtig?

Wir empfehlen dringend den Einsatz der Dichtung, da diese aufsteigende Feuchtigkeit vom Fundament verhindert.

18. Wann benötige ich den Fundament-Montagerahmen?

Beim Einbau in Ortbetonfundamente bietet der Montagerahmen eine definierte Aufnahme der Säule. Bei Aufstellung auf versiegelten Flächen (z.B. Betonboden) ist er nicht nötig.

19. Kann die P-CHARGE mit einem PV-Generator als Insellösung betrieben werden?

Technisch wäre das möglich, allerdings ist es nicht wirtschaftlich. Argumente dagegen sind: a) Ladung wäre nur bei entsprechender Einstrahlung möglich (<> Nacht, Bewölkung, etc) b) Keine Verwertung der Solarenergie, wenn keine Fahrzeuge laden c) Hohe Leistungen nötig => dadurch entsprechende Flächen (pro kWp ca. 8 m2 PV-Module) d) Keine Rückspeisung vom Fahrzeug möglich (smart grid, V2G)

20. Kann ein P-CHARGE-Ladesystem durch eine PV-Inselanlage gespeißt werden?

Nein. Die Onboard-Ladegeräte der Elektroautos sind bzgl. der Spannungs- und Frequenzstabilität sowie Impedanz sehr sensibel. Je nach Fahrzeug-Hersteller kann eine stabile Ladung nur am öffentlichen Netz sichergestellt werden. Weitere Gründe gegen eine Insellösung sind die hohen Ladeleistungen und fehlende Rückspeisemöglichkeit (V2G).

21. Kann die P-CHARGE mit Akku-Pufferung betrieben werden?

Nein, obwohl das rein technisch möglich wäre, sprechen folgende Gründe dagegen: – Nutzung Ladesäule i.d.R. nicht bekannt (=> Anzahl der Ladevorgänge pro Tag, Höhe der geladenen Energiemenge je Ladevorgang, Leistung, etc.) – Kosten für Akku sehr hoch, LiOn-Akku ca. 600 EUR/kWh => alleine für die Komplettladung eines Mitsubishi i-MiEVs von 20% auf 100% Akkuladung wären ca. 13 kWh Akku-Kapazität nötig. Der erforderliche Akku würde also ca. 8000 EUR kosten Weitere Systemtechnik nötig: – Batteriemanagement-System – Klimatisierung Akku (Kühlung, Heizung) – Sicherheitsvorrichtungen – Bei Inselbetrieb (der PV-Anlage) erhält der Betreiber keine Vergütung nach EEG – Sobald die Akku-Kapazität vollgeladen ist und keine Abnahme (Ladung EV) erfolgt, geht der PV-Generator in „Stillstand“ (d.h., Einstrahlung wird nicht mehr in elektr. Energie gewandelt) – Zyklenhäufigkeit von Akkus ungewiss – Lebensdauer? – Bei einigen Akku-Typen kann Tiefenentladung zu extremer Verringerung der Lebensdauer führen => Akku müsste massiv überdimensioniert und Entladung auf definierten Mindestwert sichergestellt werden, aufwändige Regelungstechnik nötig

22. Welchen Rabatt bekomme ich auf den Listenpreis?

Es findet der „Solar-Rabatt“ Anwendung, Mengenrabatt ist aber nicht möglich.

23. Kann die Stand-Alone Münze auch mit Wertmarken betrieben werden?

Ja, das ist möglich. Es muss dann allerdings gegen Aufpreis eine spezielle Version des Münzprüfers verbaut werden. Dadurch ggf. etwas längere Lieferzeit.

24. Kann ein Elektrofahrzeug direkt aus einer PV-Anlage (ohne Wechselrichter) geladen werden?

Eine Direktladung von PV-Modulen in einen Fahrzeugakku wäre keinesfalls mit einer direkten galvanischen Verbindung möglich und sinnvoll. Wegen der in dieser Konfiguration nicht möglichen dynamischen Anpassung der Stringspannung der Module an die Einstrahlungsverhältnisse (MPP-Tracking) hätte man dieser Konfiguration mit sehr schlechten Modulwirkungsgraden zu rechnen. Für eine sinnvolle DC-Ladung wäre also ein gesonderter Zwischenkreisumrichter zu entwickeln, der diese Spannungsanpassung zulässt. Der Aufwand wäre dann nicht wesentlich kleiner als bei einem AC-Umrichter, die Vorteile der Flexibilität der AC-Kopplung gingen aber komplett verloren. Weiterhin ist zu beachten, dass die Entwicklung eines Umrichters für genau diesen einen Anwendungsfall in keinem Fall wirtschaftlich wäre und dass die Lebensdauergarantie des Fahrzeugherstellers für den Akku in solchen Kombinationen nicht mehr gelten würde. Eine Direktladung von PV-Modulen in einen Fahrzeugakku wäre keinesfalls mit einer direkten galvanischen Verbindung möglich und sinnvoll. Wegen der in dieser Konfiguration nicht möglichen dynamischen Anpassung der Stringspannung der Module an die Einstrahlungsverhältnisse (MPP-Tracking) hätte man dieser Konfiguration mit sehr schlechten Modulwirkungsgraden zu rechnen. Für eine sinnvolle DC-Ladung wäre also ein gesonderter Zwischenkreisumrichter zu entwickeln, der diese Spannungsanpassung zulässt. Der Aufwand wäre dann nicht wesentlich kleiner als bei einem AC-Umrichter, die Vorteile der Flexibilität der AC-Kopplung gingen aber komplett verloren. Weiterhin ist zu beachten, dass die Entwicklung eines Umrichters für genau diesen einen Anwendungsfall in keinem Fall wirtschaftlich wäre und dass die Lebensdauergarantie des Fahrzeugherstellers für den Akku in solchen Kombinationen nicht mehr gelten würde.

25. Was ist ein „Ladepunkt“?

Ein Ladepunkt bezeichnet eine einzelne Steckdose an einer Ladesäule/Wallbox. Die meisten Ladesäulen am Markt haben 2 einige (darunter auch die P-CHARGE ) 4 Ladepunkte. In der Praxis ist es daher sinnvoll, einen „Preis pro Ladepunkt“ zu nennen (analog Preis pro kWp in der PV).

26. Welche Konfiguration der Ladepunkte ist sinnvoll?

Das hängt primär von der Art der zu ladenden Fahrzeuge ab. In jedem Fall ist auf die vorhandene Anschlussleistung am Installationsort zu achten! Die SSL Energie GmbH empfiehlt die Ausstattung 2 x Schuko + 2 x IEC 62196-2 Typ 2 (16A)

27. Kann ein Schuko-Ladepunkt verriegelt werden?

Nein

28. Wann sind CEE-Ladepunkte sinnvoll?

Diese Stecksysteme werden bei modernen Serienfahrzeugen i.d.R. nicht genutzt und kommen deshalb quasi nur bei Umbauten vor. Amerikanische Fahrzeuge nutzen.

29. Können die Ladepunkte nachträglich geändert werden?

Ja, das ist per Adapterplatte möglich.

30. Welche Schutzart bieten die P-CHARGE Produkte?

IP44

31. Welcher Ladepunkt macht für welches Elektrofahrzeug Sinn?

e-Zweiräder (eBikes, Pedelecs, eRoller, etc.) haben sehr kleine Akkus und Ladegeräte mit niedriger Leistung. Hier reicht in den meisten Fällen die Ladung mit Schuko-Ladepunkten aus. Elektroautos haben größere Akkus und stärkere Ladegeräte. Für erträgliche Ladezeiten sollte die Ladung mindestens mit 16A Wechselstrom erfolgen und damit über einen Typ2-Ladepunkt.

32. Welche Vorteile bietet der Typ2-Ladepunkt gegenüber anderen AC-Stecksystemen?

a) Es können höhere Ladeleistungen bereitgestellt werden (bis zu 44 kW) b) Zwischen Fahrzeug und Ladesäule findet eine bidirektionale Kommunikation statt – hierüber wird u.a. die Sicherheit beim Laden gewährleistet c) Der Stecker ist während des Ladevorganges mechanisch verriegelt und somit gegen unautorisiertes Abstecken geschützt

33. Was ist das „Combined Charging System“?

Ein DC-Ladeverfahren auf Basis des Typ2-Combo-Steckers. Maßgeblich von den deutschen Autoherstellern entwickeltes Ladeverfahren und sozusagen das Gegenstück zu CHAdeMO. Es wird eine DC-Low Ladung mit max. 38 kW und eine DC-High Ladung mit bis zu 170 kW geben. Per Juli 2012 ist die zugrundeliegende Norm (IEC 62196-3) noch in Entstehung, es gibt noch keine Serienprodukte.

34. Gibt es schon Fahrzeuge mit Combined Charging System?

Ja, BMW i3

35. Gibt es einen genormten Stecker?

Ja, in der IEC 62196-2 sind 3 verschiedene Stecker genormt. In Deutschland wird sich der Typ2-Stecker durchsetzen, dieser ist kompatibel mit dem Combo-Stecker. Alle deutschen Autohersteller werden dieses System am Fahrzeug verbauen.

36. Was bedeutet „V2G“?

Vehicle to Grid: Damit ist die Rückspeisung von elektrischer Energie vom Elektrofahrzeug in das Netz gemeint. Per 2012 gibt es noch keine funktionierenden Installationen.

37. Wie hoch ist der Ladestrom?

Der Ladestrom wird grundsätzlich vom Fahrzeug vorgegeben. Bei Mode 3 Ladung findet zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur eine bidirektionale Kommunikation statt, hier werden die physischen Werte (Absicherung, Ladeleitung) mit berücksichtigt. Die Ladesäule kann den Ladestrom nur begrenzen (Leitungsschutzschalter), jedoch nicht regulieren.

38. Was ist eine „Wallbox“?

Eine Ladestation, die an der Wand befestigt wird.

39. Was ist eine EWS-Box?

Eine Mikroprozessor unterstütze Steuereinheit für Elektro-Ladestationen

40. Was wird durch die EWS-Box gesteuert?

Die EWS-Box kommuniziert mit dem Onboard-Lader des Elektroautos und startet nach diversen Prüfungen (z.B. erlaubter Ladestrom) die Ladung.

41. Wie wird die EWS-Box eingestellt?

Die Parametrierung erfolgt über eine interne HTML-Seite und Jumper an der Box.

42. Welche Funktion hat die Notfallentriegelung der EWS-Box P?

Die Steckerverriegelung wird bei Netzausfall gelöst. Damit kann der Benutzer seine Ladeleitung abstecken und den Ort verlassen.

43. In welchen Produkten ist die EWS-Box verbaut?

Die EWS-Box ist in allen Produkten verbaut.

44. Wie kann die EWS-Box in externe Applikationen eingebunden werden?

Es gibt eine offene API, die Einbindung kann plattformunabhängig erfolgen (Linux, Windows, etc.)

45. Wie erfolgen die Aufrufe aus technischer Sicht?

UDP-Calls über TCP/IP

46. Wie erfolgt die Kommunikation zwischen Elektroauto und EWS-Box?

Per PWM (PulsWeitenModulation); hierbei handelt es sich um eine Gleichspannung im Bereich -12 bis +12 V welche über Puls-Pausen-Verhältnisse (duty-cycle) verschiedene Zustände definiert.

47. Was versteht man unter „optimiertem Laden“ und wie kann man es einsetzen?

Die EWS-Box kann bei Anschluss an eine kundenseitige Software-Applikation von dieser gesteuert werden. Das heißt, der Ladevorgang wird erst dann gestartet, wenn eine gewisse Bedingung erfüllt ist. Das kann z.B. sein: a) Eine PV-Anlage liefert eine gewisse Leistung b) Das EVU bietet einen günstigen Tarif an c) Die Anzahl der gleichzeitigen Ladevorgänge ist definiert

48. Welche Vorteile bietet „optimiertes Laden“?

Entlastung der Netze (auch lokal am Anschlusspunkt), ggf. geringere Dimensionierung des Anschlusses möglich (Kosten), Erhöhung des Eigenverbrauchanteils.

49. Welche Ladeart ist schneller?

DC-Laden ist i.d.R. schneller, da hier mit höherer Leistung geladen wird.

50. Was bedeutet „DC-Laden“?

Laden mit Gleichstrom an speziellen DC-Ladesäulen. Derzeit (Juli 2012) gibt es das CHAdeMO-System, künftig wird es in Verbindung mit dem Combo-Stecker wird es künftig zusätzlich „DC-High/170 kW“ und „DC-Low/38 kW“ Ladung geben.

51. Was bedeutet „AC-Laden“?

Laden mit Wechselstrom

52. Was ist eine „Induktionsladung“?

Hier wird die Energie kontaktlos per Induktionsspulen übertragen (Prinzip „elektrische Zahnbürste). Es sind nur geringe Leistungen möglich, die Systeme sind aufwändig und noch nicht serienreif.

53. Was bedeutet „Power Line Communication“?

Darunter versteht man die bidirektionale Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladeinfrastruktur bzw. angeschlossenen Backend-Systemen. Technisch erfolgt das per Datenmodulation über die Ladeleitung.

54. Was bedeutet „konduktive Ladung“?

Fahrzeugladung mittels Ladeleitung

55. Bietet die SSL Energie GmbH auch Induktionsladung an?

Nein

56. Was ist die „IEC 62196-2“?

Eine internationale Norm zur Definition der Ladestecker.

57. Welche Stecker-Typen gibt es?

Spezielle Stecker für die Elektromobilität sind der Typ 1 (Japan/USA), Typ 2 (DE/Europa) und Typ 3 (IT/FRA). Relativ neu und noch nicht genormt ist der „Combo“ Stecker, eine Erweiterung des Typ 2 Steckers mit DC-Kontakten. In China gibt es den GB-Standard, der in Europa aber keine Rolle spielt. Daneben gibt es auf der Infrastrukturseite die landesüblichen Steckersysteme (Schuko, T13, T23, BS 1363, CEE, etc.)

58. Was bedeutet Mode 3?

Ladung von Elektrofahrzeugen an einer Ladeinfrastruktur mit Kommunikationseinrichtung gemäß IEC 61851-x.

59. Was ist eine „CP-Box“?

Ein Kommunikationsmodul zur Ladung nach Mode 3. Der Produktname der CP-Box der SSL Energie GmbH ist „EWS-Box“.

60. Schadet es dem Akku, wenn häufig geladen wird?

Nein. Moderne Li-Akkus haben keinen Memory-Effekt. Häufiges Nachladen von kleineren Energiemengen verringert die Degradation des Akkus.

61. Wie schnell kann ein Elektroauto geladen werden?

Das hängt von mehreren Parametern ab: a) Ladezustand des Akkus (SOC) b) Ladeart (AC/DC) c) Leistung des onboard-Laders im Auto d) Leistung des Ladepunktes der Säule Die aktuellen Serienfahrzeuge haben i.d.R. Akkus im Bereich 20-25 kWh, bei Ladung an einem Schuko-Ladepunkt mit 2,3 kW Leistung wäre ein solches Fahrzeug in ca. 8-10h vollgeladen, bei Ladung an einem Typ2-Ladepunkt mit 3 Phasen und 32A in ca. 1h.

62. Was ist beim Laden an Schuko-Dosen zu beachten?

Handelsübliche Schuko-Dosen sind nicht für eine Dauerbelastung mit hohen Strömen ausgelegt. Hohe Dauerströme verursachen hohe Temperaturen und können zu Brandgefahr führen. Die Ladesysteme in den E-Autos reduzieren deshalb meistens den Ladestrom bei Schuko-Ladung (Mode 2) auf 10A.

63. Was ist „CHAdeMO“?

Ein DC-Ladeverfahren, entwickelt von der japanischen Industrie. Ein Elektroauto muss mit einer speziellen Ladebuchse ausgestattet sein, um die CHAdeMO-Ladung zu ermöglichen. Dies ist vor allem bei japanischen Fahrzeugen der Fall.

64. Wie beeinflusst die Ladeleistung die Lebensdauer des Fahrzeug-Akkus?

Je höher die Ladeleistung, desto stärker wird der Akku belastet. Problematisch ist vor allem die Verlustwärme und damit Erhitzung des Akkus. Dies führt zu Degradation des Akkus (Verringerung der Kapazität).

65. Was bedeutet RFID-Freigabe?

Der Benutzer muss vor dem erstmaligen Benutzen der Ladesäule vom Betreiber eine RFID-Karte erhalten. Mit dieser autorisiert er sich an der Ladesäule und wählt den gewünschten Ladepunkt aus. Es erfolgt keine Abbuchung von der Karte, die Karte dient quasi als „Schlüssel“.

66. Können RFID-Kartenleser und Münzzähler kombiniert werden?

Nein, es ist nur eine Freischaltungsart möglich.

67. Können RFID und Münzprüfer kombiniert werden?

Nein, es ist immer nur eine Freischaltung möglich.

68. Kann eine RFID-Karte zeitgleich für mehrere Ladevorgänge an einer Säule genutzt werden?

Nein, eine Karte kann nur einen Ladevorgang starten.

69. Kann mit Girocard/Kreditkarte bezahlt werden?

Nein

70. Kann ein Ladevorgang exakt von einem RFID-Guthaben abgebucht werden?

Nein, aufgrund des verbauten kontaktlosen Kartenlesers ist das nicht möglich.

71. Erhält man bei „Überzahlung“ an der Münzsäule Wechselgeld zurück?

Nein, es erfolgt keine Wechselgeldrückgabe!

72. Erhält man bei Abbruch vor Ladebeginn an der Münzsäule den Geldbetrag zurück?

Erhält man bei Abbruch vor Ladebeginn an der Münzsäule den Geldbetrag zurück?

73. Muss vor dem Stecken der Ladeleitung die Freischaltung erfolgen?

Nein, die Reihenfolge ist egal.

74. Wie erfolgt die Zählung der Ladeenergie?

Jeder Ladepunkt hat einen MID-konformen (geeichten) Zähler mit S0-Schnittstelle. Die Zähler sind für den internen Gebrauch gedacht (da sie nicht TAB-konform sind).

75. Wie kann der Betreiber der Ladesäule die Ladevorgänge auswerten/abrechnen?

Alle Ladevorgänge werden auf einer SD-Karte gespeichert, diese muss manuell ausgelesen werden.

76. Welche Funktion hat das GPRS-Modem?

Der Systemzustand bzw. Störungen an der Ladesäule können an einen Server übermittelt werden.

77. Wie wird die elektrische Sicherheit gewährleistet?

Jeder Ladepunkt wird per Schütz aktiviert (unter Spannung gesetzt). Mittels Stecker-Hilfskontakt wird bei Abstecken das Schütz deaktiviert.

78. Ist der Betrieb eines Elektrofahrzeugs ökologisch?

Ja, bereits bei Ladung mit dem sogenannten „Strommix“ werden in Summe 30-70% weniger CO2 produziert. Sofern der Betrieb mit erneuerbaren Energiequellen erfolgt, geht der CO2-Ausstoß gegen Null.

79. Welche ökologischen Vorteile bietet ein Elektroauto?

Keine lokalen Emissionen (Lärm, Abgase), bei Ladung mit erneuerbaren Energien auch verringerte CO2-Produktion (Well to wheel).

80. Was bedeutet „Well to wheel“?

Well-to-Wheel (auch: Well to Wheel, Well2Wheel oder WTW, wörtlich: „vom Bohrloch bis zum Rad“) ist eine Betrachtungs- bzw. Analysemethode im Bereich der Kraftfahrzeuge. Dabei wird die gesamte Wirkkette für die Fortbewegung von der Gewinnung und Bereitstellung der Antriebsenergie bis zur Umwandlung in kinetische Energie untersucht.

81. Welche Kosten fallen pro 100 km Fahrtstrecke an?

Den momentan hohen Anschaffungskosten stehen geringe variable Kosten (ca. 15 kWh/100 km = 3,75 EUR), geringe Wartungskosten und 10 Jahre Steuerbefreiungen gegenüber. Mit steigenden Benzinpreisen wird ein E-Auto immer wirtschaftlicher.

82. Wer darf „Strom verkaufen“?

Das ist im EnWG geregelt. Im Grunde genommen dürfen nur EVU´s bzw. Messstellen-Betreiber elektr. Energie verkaufen.

83. Gibt es eine „Fahrstromsteuer“?

Nein, es wird allerdings erwartet, dass bei nennenswerten Zahlen an zugelassenen E-KFZ eine spezielle Besteuerung des Fahrstroms eingeführt wird (um die Ausfälle bei der Mineralölsteuer zu kompensieren).

84. Wo findet die Zählung des zu versteuernden Fahrstromes statt?

Nach Expertenansicht soll diese Zählung im Fahrzeug erfolgen.

 

SmartPvCharge

Was ist SmartPvCharge?

SmartPvCharge steht für die umweltfreundlichste Art der Elektromobilität. Durch das Elektrofahrzeug ergibt sich eine optimale Eigenverbrauchsnutzung anhand der PV-Überschuss-Leistung.

Welche Komponenten benötige ich für SmartPvCharge?

Für die Grundregelung von SmartPvCharge werden ein Steuerungscontroller, ein Energiezähler sowie ein Netzteil benötigt.

Was ist SmartPvCharge Basic?

SmartPvCharge Basic ist die Grundausführung des Ladeverfahrens. Ohne diese Grundausführung ist eine Regelung des Ladestroms anhand des PV-Überschusses nicht möglich

Was ist SmartPvCharge Professional?

SmartPvCharge Professional beinhaltet neben der Grundausführung SmartPvCharge Basic einen weiteren Energiezähler, welcher die Regelung erleichtert. Zusätzlich kann durch diesen Energiezähler der Energiefluss in das Fahrzeug aufgenommen werden (Monitoring)

Was ist SmartPvCharge Premium?

SmartPvCharge Professional beinhaltet neben der Grundausführung SmartPvCharge Basic zwei weitere Energiezähler, welche die Regelung erleichtern. Zusätzlich kann durch diesen Energiezähler der Energiefluss in das Fahrzeug sowie der Energiefluss aus der PV-Anlage aufgenommen werden (Monitoring)

Kann das Elektrofahrzeug auch direkt aus dem öffentlichen Netz beladen werden?

Ja, das Elektrofahrzeug kann auch direkt aus dem Netz mit Energie versorgt werden.

Was bedeutet Bedarfsladung?

Bei der Bedarfsladung kann angegeben werden, dass bis zu einem gewissen Zeitpunkt vorher eingestellte Energiemenge in das Fahrzeug geladen werden soll. Es wird dabei so lange wie möglich versucht, das Fahrzeug aus dem PV-Überschuss beladen. Zum spätmöglichsten Zeitpunkt wird der Netzbezug zugelassen bzw. in Kauf genommen.

Mit welchen Fahrzeugen wurde SmartPvCharge bereits getestet?

Nissan Leaf, Mitsubishi iMiev, Mitsubishi Outlander, Opel Ampera, Renault Zoe, BMW i3, Smart electric, Tesla Model S

Funktioniert SmartPvCharge auch mit anderen P-CHARGE Produkten?

In einem ersten Schritt ist ein Ladeablauf mit der P-CHARGE Wallbox Mono angedacht. Die weiteren P-CHARGE Produkte werden noch implementiert

Kann ich durch SmartPvCharge die Energie aus meinem Elektrofahrzeug in den Haushalt auch zurück speisen?

Nein, ein bidirektionaler Energiefluss ist nicht möglich

Wie kann SmartPvCharge gesteuert werden?

SmartPvCharge kann sowohl über die Weboberfläche als auch an der Wallbox Mono gestartet werden.

Über welche Schnittstelle werden die Energiezähler an den SmartPvCharge Controller angeschlossen?

Die Energiezähler werden über eine RS485 Schnittstelle angeschlossen.

An welcher PV-Anlagen-Leistung wird SmartPvCharge interessant?

Das ist so einfach nicht zu sagen. Das hängt immer auch von der Ladeleistung des Elektrofahrzeugs ab. Bei Elektrofahrzeuge mit einer kleinen Ladeleistung (1-phasig bis 20A) genügt schon eine vergleichsweise kleine PV-Anlage, bei Elektrofahrzeugen mit einer großen Ladeleistung (3-phasig, bis 32A) ist eine größere PV-Anlage sinnvoll, um die maximale Ladeleistung durch SmartPvCharge zu erreichen.

Ab wann beginnt die optimierte Fahrzeugladung durch SmartPvCharge?

Die Ladung wird gestartet, sobald ein vorbestimmter, minimaler Überschuss aus der PV-Erzeugung vorhanden ist, i.d.R. sind dass 1.400Watt.

Was passiert, wenn diese Einschaltschwelle unterschritten wird?

Wird diese Einschaltschwelle von 1.400Watt unterschritten, wird auch die Ladung unterbrochen.

Wird die Ladung bei steigenden PV-Überschüssen nach oben geregelt?

Steigen die Überschüsse aus der PV-Erzeugung, so wird auch die Ladeleistung noch oben geregelt, bis zur maximalen Ladeleistung des Fahrzeugs.

Was passiert wenn der Akku des Fahrzeugs voll ist?

Ist der Akku des Fahrzeugs voll geladen, wird die Ladung gestoppt.

Mit welchen Wechselrichtern funktioniert SmartPvCharge?

SmartPvCharge funktioniert mit jedem Typ Wechselrichter.

Mein Fahrzeug wird durch SmartPvCharge nicht geladen. Woran kann das liegen?

Gegebenenfalls ist in Ihrem Fahrzeug eine fahrzeuginterne Optimierungsroutine (Ladetimer etc.) eingestellt. Diese Optimierungsroutine muss fahrzeugseitig ausgeschaltet werden.

Was bedeutet der Kompatibilitätsmodus auf der Webseite?

Manche Fahrzeuge (Mitsubishi iMiev, Nissan Leaf) verfallen in einen sogenannten Sleepmodus, für den Fall dass nach dem Anstecken des Fahrzeugs an eine Ladestation innerhalb einer gewissen Zeit keine Ladung gestartet wird. Nach erfolgter Startfreigabe wird ca. 10 Sekunden auf eine Ladebereitschaft durch das Fahrzeug gewartet. Nach Ablauf der 10 Sekunden wird ein weiteres Mal versucht, den Control Pilot (Kommunikation Fahrzeug-Ladestation) zu deaktivieren und so das Fahrzeug aufzuwecken, damit ein späterer Start der Fahrzeugladung bzw. ein Weiterladen des Fahrzeugs ermöglicht wird.

Was bedeutet Abschaltverhalten/ Lademethode durch SmartPvCharge?

Das abschaltverhalten definiert, wie die Fahrzeugladung durch das System beendet wird, wenn der PV-Überschuss unter die Einschaltschwelle sinkt. Dabei gibt es ein aggressives, normales und träges Laden.

Was bedeutet aggressives Laden?

Die optimierte Fahrzeugladung wird bei einer Unterschreitung der Einschaltschwelle schneller beendet. Konsequenz hieraus ist, weniger zugelassener Netzbezug, verbunden mit mehr Ein- und Ausschaltvorgängen.

Was bedeutet normales Laden?

Die optimierte Fahrzeugladung wird bei einer Unterschreitung der Einschaltschwelle in einem normalen Ermessen beendet. Konsequenz hieraus ist ein normaler Netzbezug im Sinne der Regelgenauigkeit.

Was bedeutet träges Laden?

Die optimierte Fahrzeugladung wird bei einer Unterschreitung der Einschaltschwelle träge beendet. Konsequenz hieraus ist mehr Netzbezug, die Ein- und Ausschaltvorgänge verringern sich hierbei allerdings.

Was ist der Regelbereich des Ladestroms, welcher durch SmartPvCharge abgedeckt wird?

Der Regelbereich, welcher durch SmartPvCharge abgedeckt wird erstreckt sich von 6A bis 32A.

Wann kann ich SmartPvCharge anwenden?

Anwendbar, wenn ein Elektrofahrzeug im Kurzstreckeneinsatz und am Standort der PV-Anlage vorhanden ist. Ebenfalls ist SmartPvCharge als Pendlerfahrzeug mit einer optimierten Ladung am Firmenparkplatz denkbar.

Wird die Lebensdauer meines Fahrzeugakkus durch die Ladestromregelung beeinflusst?

Die gesteuerte Laderegelung im Normbereich nach IEC 61851-1durch SmartPvCharge hat keine Beeinflussung auf die Lebensdauer/ Zyklenlebensdauer des Akkus des Elektrofahrzeugs, da ein Zyklus immer durch einen Lade- und einen Entladevorgang gebildet wird. Eine Ladeunterbrechung durch z.B. zu geringe PV-Überschuss-Leistung hat ebenfalls keine Beeinflussung der Lebensdauer des Akkus.

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